Was ist ein Denkmal?
Neue Denkmalgattungen - neue Fragen
Die Frage, ob einem Bauwerk Denkmalstatus zukommt oder nicht, ob allein schon sein Alter ausreicht, um ihm diese Auszeichnung zu sichern, ob etwa ein klassisches Standbild - Denkmal schon vom Begriff her - allein deswegen auch als ein von Staats wegen zu erhaltendes Monument der Geschichte gilt, ist nicht immer leicht zu beantworten. Eine Entscheidung setzt eine sorgfältige Untersuchung des Bauwerks und seiner Geschichte voraus und kann selbst dann nicht unbedingt Allgemeingültigkeit für sich beanspruchen. Seitdem nämlich der Denkmalbegriff von den klassischen Standbildern, Gedenksteinen und Epitaphien, von Schlössern und Kirchen auch auf die anonymen Zeugnisse der Geschichte ausgedehnt und die Sorge um die Erhaltung des Überkommenen als Aufgabe des Gemeinwesens definiert wurde, ist ein solcher Konsens nicht in jedem Fall leicht zu finden.
Das, was als Denkmal gilt und als solches gepflegt und anerkannt wird, unterliegt seit dem frühen 19. Jahrhundert einer fortgesetzten Überprüfung, wird mit dem Wandel des allgemeinen Geschichtsbildes mal ausgeweitet, mal auf die "Klassiker" reduziert. Dabei stellt sich immer wieder die Frage, wie eine Gesellschaft überhaupt mit ihrer Geschichte umgeht.
Nach dem Zweiten Weltkrieg und den damit verbundenen immensen Verlusten an Denkmalen in ganz Europa folgten zunächst weitere herbe Einschnitte in die dann noch vorhandene historische Substanz. Erst infolge des wachsenden Unmuts der Bevölkerung über die "Unwirtlichkeit unserer Städte" setzte sich eine neue Wertschätzung von Denkmalen durch, die verbunden war mit einer erheblichen Ausweitung der Denkmälermenge. Impuls gebend dafür war das Europäische Denkmalschutzjahr 1975.
Gegenwärtig wiederum erleben wir infolge finanzieller Engpässe eine Gegenbewegung: Denkmallisten werden "durchforstet", Denkmalgesetze novelliert, die Strukturen der zuständigen Behörden verändert, Fördermaßnahmen eingefroren und der Denkmalwert auch solcher Bauten in Frage gestellt, deren Schutz über Jahre als selbstverständlich galt. Jede Generation setzt ihre Prioritäten neu, definiert dabei auch ihr eigenes Verhältnis zur Geschichte. Im Zuge dessen müssen auch die baulichen Zeugnisse der Geschichte einer Neubewertung Stand halten. Manches Mal werden sie niedriger bewertet als die Interessen von Investoren, niedriger auch als die Planung von Verkehrswegen oder Leitbauten der Freizeitindustrie. Bis zu dem Zeitpunkt vielleicht, wo eine neue "Unwirtlichkeit unserer Städte" zu beklagen ist, wo erneut begonnen wird, zu retten, was dann noch zu retten ist.
Die Ausstellung verwies in diesem Zusammenhang auf Denkmale, deren Erhaltung und Pflege erst seit wenigen Jahren bzw. Jahrzehnten konsensfähig ist: Industrieanlagen etwa, Bauten der Moderne oder auch KZ-Gedenkstätten. Dabei sind derzeit auch viele dieser "jungen" Denkmale in ihrem Bestand bedroht - ebenso wie kleine Dorfkirchen, verlassene Landsitze, entlegene Herrenhäuser oder historische Gärten und Friedhöfe.
Das, was als Denkmal gilt und als solches gepflegt und anerkannt wird, unterliegt seit dem frühen 19. Jahrhundert einer fortgesetzten Überprüfung, wird mit dem Wandel des allgemeinen Geschichtsbildes mal ausgeweitet, mal auf die "Klassiker" reduziert. Dabei stellt sich immer wieder die Frage, wie eine Gesellschaft überhaupt mit ihrer Geschichte umgeht.
Nach dem Zweiten Weltkrieg und den damit verbundenen immensen Verlusten an Denkmalen in ganz Europa folgten zunächst weitere herbe Einschnitte in die dann noch vorhandene historische Substanz. Erst infolge des wachsenden Unmuts der Bevölkerung über die "Unwirtlichkeit unserer Städte" setzte sich eine neue Wertschätzung von Denkmalen durch, die verbunden war mit einer erheblichen Ausweitung der Denkmälermenge. Impuls gebend dafür war das Europäische Denkmalschutzjahr 1975.
Gegenwärtig wiederum erleben wir infolge finanzieller Engpässe eine Gegenbewegung: Denkmallisten werden "durchforstet", Denkmalgesetze novelliert, die Strukturen der zuständigen Behörden verändert, Fördermaßnahmen eingefroren und der Denkmalwert auch solcher Bauten in Frage gestellt, deren Schutz über Jahre als selbstverständlich galt. Jede Generation setzt ihre Prioritäten neu, definiert dabei auch ihr eigenes Verhältnis zur Geschichte. Im Zuge dessen müssen auch die baulichen Zeugnisse der Geschichte einer Neubewertung Stand halten. Manches Mal werden sie niedriger bewertet als die Interessen von Investoren, niedriger auch als die Planung von Verkehrswegen oder Leitbauten der Freizeitindustrie. Bis zu dem Zeitpunkt vielleicht, wo eine neue "Unwirtlichkeit unserer Städte" zu beklagen ist, wo erneut begonnen wird, zu retten, was dann noch zu retten ist.
Die Ausstellung verwies in diesem Zusammenhang auf Denkmale, deren Erhaltung und Pflege erst seit wenigen Jahren bzw. Jahrzehnten konsensfähig ist: Industrieanlagen etwa, Bauten der Moderne oder auch KZ-Gedenkstätten. Dabei sind derzeit auch viele dieser "jungen" Denkmale in ihrem Bestand bedroht - ebenso wie kleine Dorfkirchen, verlassene Landsitze, entlegene Herrenhäuser oder historische Gärten und Friedhöfe.
