Das Dresdener Schloss

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Bilderklärung

1.) Dresden, Residenzschloss, Blick auf die Sgraffiti-Fassade des nordwestlichen Wendelsteins; © Dresden, Landesamt für Denkmalpflege Sachsen

2.) Innenhof des Dresdener Schlosses, Blick auf die Sgraffiti-Putz-Fassade des nordwestlichen Wendelsteins; © Dresden, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Lange

3.) Audienzstuhl für August den Starken, von Johann Benjamin Thomae, um 1718; © Dresden, Kunstgewerbemuseum, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Das Dresdener Schloss

Ausstellungsort und Exponat Nr. 1
Die Ausstellung ZeitSchichten wurde im Dresdener Residenzschloss in der noch nicht abschließend restaurierten Raumfolge des Nordflügels sowie in den ehemaligen Paraderäumen Augusts des Starken im Westflügel im zweiten Obergeschoss präsentiert. Historische Ausstattungsstücke, geborgene Überreste des ursprünglichen baulichen Dekors, Fotos und Pläne verwiesen hier zitathaft auf die vielschichtige Bau-, Restaurierungs- und Nutzungsgeschichte dieses im Angriff auf Dresden 1945 stark beschädigten Denkmals im Herzen der Stadt.

Das Schloss selbst wurde zum Exponat. Ganz direkt konnten die Besucher die Arbeit der Denkmalpfleger in der Ausstellung nachvollziehen - von der bauhistorischen Forschung und Dokumentation über die Restaurierung von reich dekorierten Portalsteinen, Stuckfragmenten und historischen Spiegeln bis hin zur Wiedergewinnung historischer Wand- und Deckenmalereien.

Auch grundlegende Diskussionen zwischen Denkmalpflegern, Nutzern, Bauherren und interessierter Öffentlichkeit über die Notwendigkeit des Konservierens, die Probleme des Restaurierens und den Wert oder Unwert des Rekonstruierens kamen zur Sprache. So wurden die attraktiven, geschichtsträchtigen Schlossräume zu einer regelrechten "Denkmal-Werkstatt".

Darüber hinaus verwies die Ausstellung als museale Installation auch auf Anforderungen, mit denen Denkmale selbst dann konfrontiert werden, wenn ihnen eine sinnvolle Nutzung sicher ist. Von Fall zu Fall müssen sie sich den Bedürfnissen ihres neuen Hausherrn anpassen und Veränderungen in Kauf nehmen: So werden im ehemaligen Residenzschloss Augusts des Starken für Ausstellungen nun Fenster abgedunkelt, Sicherheits- und Klimatechnologien installiert, Einbauten vorgenommen. Diese und andere Beeinträchtigungen des überkommenen, auf Repräsentation bedachten Bestandes so gering wie möglich zu halten, ist eines der Anliegen der Denkmalpflege.

Zur Dresdener Residenz wurde vom Landesamt für Denkmalpflege Sachsen und mit großzügiger Unterstützung des Freistaates Sachsen ein Audio-Guide entwickelt, der sowohl die historischen Räumlichkeiten der Ausstellung als auch die Residenzbauten im Herzen der Altstadt erklärt.

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