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ZeitSchichten Raum für Raum

Interaktiver Rundgang durch die Ausstellungsräume im Residenzschloss - mit Einführungen in die einzelnen Themenbereiche und beispielhaften Exponaten

Exponate & Räume

In den noch nicht abschließend restaurierten Paraderäumen des Dresdner Residenzschlosses inszenierte ZeitSchichten wertvolle Originale nicht nur als Kunstwerke, sondern vor allem als Zeugen ihrer Zeit - als Denkmal-Fragmente, die auf einen geschichtlichen Kontext verweisen. Das Freilegen verschiedener Zeitschichten lud zum Nachdenken über den angemessenen Umgang mit historischer Substanz ein.
Gewinnen Sie hier einen Eindruck von den Ausstellungsstücken und Installationen, die in der Dresdner Schau zu sehen waren.
(c) für alle Bilder: Cynapsis Kommunikationsagentur, Münster

Gebaute Wiedervereinigung - Das Brandenburger Tor

Das Brandenburger Tor, seit seiner Errichtung ein politisches Denkmal, ist wiederholt Umdeutungen unterworfen worden. Im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, wurde es in den 1960er Jahren zum Inbegriff der deutschen Teilung, 30 Jahre später zum Symbol der Wiedervereinigung.


Das Audienzgemach Augusts des Starken

Das Audienzgemach Augusts des Starken war einer der Ausstellungsräume von ZeitSchichten. Am ursprünglichen Ort, der bislang noch nicht rekonstruiert wurde, waren erhaltene Teile der einstigen Ausstattung zu bewundern - etwa der Audienzsessel des Herrschers und einzigartige Silbermöbel, die anlässlich der Vermählung des Thronfolgers 1719 angefertigt wurden.


Georg Dehio

Ein begehbarer Kubus führte in Leben und Werk Georg Dehios ein, einer der Begründer der modernen Denkmalpflege. Am 22.09.1905 wurde der erste Band seines bedeutenden Handbuchs der Deutschen Kunstdenkmäler auf dem Tag für Denkmalpflege vorgestellt. Das hundertste Jubiläum dieses Tages war Anlass für die Ausstellung ZeitSchichten.


Der Kölner Dom

Der Kölner Dom - eines der großen Nationaldenkmale des 19. Jahrhunderts. Die mehr als vier Meter hohen Fassadenrisse aus dem Besitz Johann Wolfgang von Goethes, die in der Ausstellung ZeitSchichten die Debatte um den Weiterbau des Domes veranschaulichten, sind noch nie vorher öffentlich gezeigt worden.


Die Wartburg

Die Wartburg bei Eisenach - ZeitSchichten zeigte nicht nur ein Modell der Gesamtanlage und Entwürfe zu ihrer Umgestaltung im 19. Jahrhundert, sondern auch kunstvolle Ausstattungsstücke aus dieser Zeit wie etwa ein golddurchwirktes Altartuch aus der Burgkapelle und Sicherungskopien einiger Fresken Moritz von Schwindts.


Der Hamburger Michel

Das Wahrzeichen der Stadt Hamburg, der sogenannte "Michel", wurde 1906 durch einen Brand zerstört und in der Folge rekonstruiert. Die originalen, etwa 4 Meter langen Zeiger der Turmuhr und eines der ursprünglichen Fenster sind hier zu sehen. Im Hintergrund: ein römischer Torso, der auf dem Areal des Bodendenkmals Barbarathermen in Trier gefunden wurde.


Mahn- und Gedenkstätten

Auch Mahn- und Gedenkstätten haben Denkmalwert. In der Ausstellung ZeitSchichten erinnerten Fundstücke vom Gelände des KZ Buchenwald an das Leben bzw. Überleben im Lager - hier zu sehen Teile aus dem Bestand des SS-Kasinos sowie Überreste der persönlichen Habe von Häftlingen.


Praxis und Wissenschaften der Denkmalpflege

Im Aachener Dom finden sich, eingeritzt in die Wandsockel, Baupläne für die mittelalterliche Chorhalle. Wie dort in mehreren Schichten Werkrisse zur Anfertigung von Maßwerk übereinander liegen, machte eine Installation anschaulich. Der Fialturm im Bildvordergrund ist nach diesen Ritzzeichnungen entstanden.


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