Das Frankenberger Viertel


Triebelstr. 5, Dreifensterhaus von 1900; die ohne besonderes Stilvorbild schlicht gestaltete Fassade durchweg mit Fenstereinfassungen in Formen der Spätgotik. Besonders in der Beletage sind die Gewände im Neurenaissance-Erker durch filigrane Stäbe gegliedert, das mittlere Erkerfenster zudem von einem einfachen Vorhangbogen abgeschlossen, das Fenster in der rechten Achse durch einen Kleeblattbogen. Neugotische Formen auch am kielbogigen Giebelvorbau mit Rosettenbesatz und seitlichen Wasserspeiern. Die an Portal, Erker und Giebel angebrachten Ornamente weisen mit flächigem Relief bereits auf spätere Jugendstildekorationen, scheinen aber emblematischer Herkunft zu sein: Über dem Hauseingang der Bienenkorb für den Fleiß der Bewohner; über einer aufgespannten Fledermaus in der Brüstungszone des Giebels von dichtem Rankenwerk umschlungene Drachen, während über dem Nachtgetier die strahlende Sonne aufgeht. Vgl. Triebelstr. 11, 1899; Oppenhoffallee 76, 1894, mit theatralischer, wohl von Wagneropern (Rheingold, Lohengrin) inspirierter Fassade; für die eklektizistische Verwendung von Formen der Spätgotik und deutschen Renaissance das prächtige Stadtpalais Oppenhoffallee 74, 1896 von Georg Frentzen, mit Werksteinfassade.

Startseite mit Karte
Das Frankenberger Viertel
www.dehio.org
Klassizismus
Lothringer Str. 86
Klassizismus
Oppenhoffallee 4
Neurenaissance
Oppenhoffallee 6, Oppenhoffallee 47-65
Neubarock
Haßlerstr. 21
Überleitung zum Jugendstil
Triebelstr. 5
 
  Jugendstil
Bismarckstr. 110 / Viktoriaallee