Das Frankenberger Viertel


Oppenhoffallee 6, an drei Seiten frei stehendes Stadtpalais von 1875, in klaren Formen der italienischen Renaissance. Die Gliederung der Straßen- und der Seitenfassade zeigt zu verwandten klassizistischen Fassaden einige bezeichnende Unterschiede: Das Fassadenrelief ist deutlich plastischer, der Brüstungssockel durch schwere Putzquader von der bossierten Fensterzone des Erdgeschosses gesondert; Bossenquader an den Kanten fassen auch die durch feinen Fugenschnitt gestalteten Obergeschosse ein. In der Beletage die rundbogigen Fenster und die Figurennische an der Seitenfassade von kräftigen, reich dekorierten Blendädikulen eingefasst und durch einen verkröpften Kämpfersims miteinander verbunden. Charakteristisch an der Seite die doppelgeschossige Loggia mit Altan vor dem weit zurückgesetzten Eingang. Vgl. sehr ähnlich, aber eher klassizistisch geprägt Schlossstr. 7/9 von 1885. Dagegen die eher von deutschen und niederländischen Renaissanceformen beeinflussten Fassaden: Oppenhoffallee 20, 1889 von Karl Henrici, mit Klinkerverblendung; Sockel, Friese und Simse sowie Tür- und Fenstergewände aus Sandstein; nach dem gleichen Schema, aber mit aufgeputzter Gliederung Oppenhoffallee 47-65 (Titelbild), 1890/91 von Johann Reinartz, zum Teil mit paarweise aufeinander bezogener Gestaltung der einzelnen Dreifensterfassaden; ferner Bismarckstr. 77/Haßlerstraße von 1890.

Startseite mit Karte
Das Frankenberger Viertel
www.dehio.org
Klassizismus
Lothringer Str. 86
Klassizismus
Oppenhoffallee 4
Neurenaissance
Oppenhoffallee 6, Oppenhoffallee 47-65
Neubarock
Haßlerstr. 21
Überleitung zum Jugendstil
Triebelstr. 5
 
  Jugendstil
Bismarckstr. 110 / Viktoriaallee