Das Frankenberger Viertel


Haßlerstr. 21, großzügiges Palais von 1894 mit leicht asymmetrischer dreiachsiger Fassade von drei Geschossen; charakteristisch die widersprüchlich wirkende Gestaltung durch klare tektonische und ornamentale Barock- und Rokokoformen: Die ädikulaförmige Einfassung der Fenster im ersten Obergeschoss besitzt dank korinthischer Pilaster eine gewisse Festigkeit und gibt so den von Rocaille-Ornamenten eingefassten Fenstern darüber Halt; entsprechend der Gegensatz zwischen den bauchigen Brüstungen mit kartuschenförmigen Öffnungen von Fenstern, Mittelerker und Balkon und der Balustrade der die Fassade abschließenden Attika mit kräftigen Balustern und von Girlanden geschmückten Pfeilern. Ornamental aufgefasst der die Mittelachse bekrönende Schweifgiebel mit einer aus dem Fensterschlussstein hervorgehenden Kartusche, die die Muschelform mit Kopf im Giebelfeld trägt. Vgl. Bismarckstr. 67, 1891; Oppenhoffallee 95/97, 1892/1903. Ferner Bismarckstr. 65 (1887), Rehmannstr. 8 (1892) und Oppenhoffallee 18 (1887), alle von Eduard Linse, gestaltet nach verwandtem Schema, aber mit von sehr unterschiedlichen Formen des Barock und des Régence beeinflusstem Dekor.

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Klassizismus
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Klassizismus
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Neubarock
Haßlerstr. 21
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