In der Nachfolge Georg Dehios hat dessen Schüler Ernst Gall die
Federführung bei der Bearbeitung des Handbuchs der
Deutschen Kunstdenkmäler übernommen. Um die
Fortdauer des Projekts institutionell zu sichern,
konstituierte sich im Jahr 1941 eine "Vereinigung
zur Herausgabe des Dehio-Handbuchs". Als Gall die
Bearbeitung aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr
sicherstellen konnte, erneuerte sich diese Vereinigung,
kurz "Dehio-Vereinigung", im Juli 1958 in
Berlin, um als gemeinnütziger Verein das Handbuch
fortzuführen und herauszugeben. Seit 1976
trägt die Vereinigung den Namen
"Dehio-Vereinigung. Wissenschaftliche Vereinigung
zur Fortführung des kunsttopographischen Werkes von
Georg Dehio". Die Bände werden beim Deutschen Kunstverlag, Berlin verlegt.
Die Dehio-Vereinigung setzt sich aus Fachleuten zusammen, die an den deutschen
und österreichischen Denkmalämtern mit der
Inventarisation betraut sind oder waren, aus
Hochschullehrern und Landeskonservatoren. Die
Dehio-Vereinigung trägt die wissenschaftliche
Gesamtverantwortung für das Dehio-Handbuch. Ihre
Mitglieder stellen die jeweiligen
Redaktionsausschüsse, von denen die in
Bearbeitung befindlichen Bände betreut
werden. Derzeit wird die Vereinigung von
Prof. Dr. Jörg Haspel geleitet.
Georg Dehio
Erfahren Sie mehr über sein Leben und sein Lebenswerk.
Dehio-Neubearbeitungen
Bildrundgänge durch Wiesbaden, Aachen und das Münsterland,
zur rheinischen Industriearchitektur und zur
spätgotischen Holzskulptur am
Niederrhein.
2., überarbeitete und erweiterte Auflage 2012,
1296 Seiten mit 144 Plänen und Grundrissen, einem Künstlerverzeichnis, 10 zweifarb. Karten sowie einem Fachwörterlexikon
ISBN 978-3-422-03123-4
58,00 [D] | 59,70 [A] | sFr 72,90
Bearbeitet von Gerhard Vinken; durchgesehen und erweitert von Barbara Rimpel.
Die Neubearbeitung des Dehio Brandenburg gibt eine Übersicht über die wichtigsten Bau-und Kunstdenkmäler des östlichsten deutschen Bundeslandes. Nach der letzten Auflage von 2000 wurden nicht nur viele Kirchen und Herrenhäuser, sondern auch zahlreiche neuere Bauten seit den 1920er Jahren sowie Industrie- und Militärarchitektur erstmals in den Band aufgenommen. Viele schon bestehende Einträge konnten durch die Ergebnisse mehrjähriger Bauforschung erheblich ergänzt, präzisiert oder korrigiert werden. Ein ausführliches Künstlerregister erschließt den Band.